Montag, 11. November 2013

Ein großer Traum wird wahr ... A dream comes true: Living the american dream oder: Auf den Spuren der Waltons ...

So, wie versprochen hier also jetzt die Fortsetzung meines Blogs vom Wochenende ...

Wie einige von Euch vielleicht wissen bin ich ja ein leidenschaftlicher Motorradfahrer ... was macht man dann, wenn man schon einmal in den USA ist?

Na?

Im Land der Freiheit und 
der unbegrenzten Möglichkeiten?

Eine Idee?

Richtig! Motorrad fahren ... und zwar durch die vielen National Parks ... wofür man hier von Clemson aus am Besten richtung Norden (North Carolina) fährt. In meinem Fall ging mein Ausflug in die Great Smoky Mountains und sie waren wirklich GREAT!!! Hier die Beschreibung der "Berge" auf Deutsch: Nationalpark Great Smoky Mountains USA

Es war traumhaft! Die Berge sind eigentlich nicht so hoch, sondern eher viele kleine Berge und die Straßen winden sich immer die Berge hinauf und hinab ... perfekte Voraussetzungen. 

Ich habe mir von Jemandem, den ich hier kennen gelernt habe, sein Motorrad ausgeliehen (Suzuki Intruder), auch Handschuhe habe ich von Ihm bekommen. Ich hatte alles, was ich brauchte. Außerdem hat er mir noch eine Nussschale mitgegeben, er hat zwar gemeint eigentlich bräuchte man ja kein Helm, aber mir war es dann doch lieber, dass ich die Nussschale hatte ;)
Ich habe eigentlich schon gedacht mein großer Traum würde platzen, weil ich mich hier in der Gegend nach einem Motorradverleih umgeschaut hatte und der war erstens sehr weit weg (da hätte ich mir ein Auto mieten müssen um erst einmal dahin zu kommen) und war recht teuer gewesen! Um so glücklicher war ich nun, dass sich diese perfekte Gelegenheit ergeben hat und ich mich nur 100m von meinem Apartement entfernt auf die Güllepumpe (der Auspuss war nicht mehr original :) ... ) schwingen konnte mit meiner Nussschale auf dem Kopf und einfach losdüsen durfte (-:
Nach einigen Meilen Highway kamen dann die ersten Berge in Sicht und die Straße änderte ihr Erscheinungsbild langsam aber nachhaltig in diese Richtung: 
Habt ihr es erkannt, das Straßenschild auf der rechten Seite? Diese Straßenschilder haben mir tatsächlich sehr gut gefallen! Die Geschwindigkeitsangabe braucht man ja nicht sooo genau zu beachten ;)
Nach diesen Schildern wurde der Highway immer zu einem Kurventraum ... und das wie gesagt an den kleinen Bergen sich hinauf und hinabwindend ... ein wahrer Traum!
Jetzt mal ein paar unkommentierte Abbildungen ... ich schweige jetzt ... und IHR dürft genießen, was ich am Sonntag genossen habe :)
Das war tatsächlich dann wieder eine ganz lustige Szene ... ich habe angehalten an einer Haltebucht und bin abgestiegen. Kurz nach mir hält ein Auto an. Eine Frau steigt aus und kommt auf mich zu. Die Frau fragt, ob ich mich hier in der Gegend auskennen würde. Ich verneine aber sie fragt weiter, ob ich wüsste, ob wir schon an irgendeinem Ort vorbei wären. Ich sage wieder, das wüsste ich nicht und ich hätte nicht drauf geachtet. Dann ist etwas passiert, was dann sehr sehr oft an einem solchen Punkt eines Gespräches passiert ... "Sag mal, dein Aktzent, der ist doch nicht von hier?" "Nein, ich bin aus Deutschland." "Waaaaaaas? Aus Deutschland? Amaaaazing!" Und dann wird man gefragt, was man hier macht, wie es einem gefällt und so weiter und so fort ... es ist aber immer noch ganz nett sich mit den Leuten zu unterhalten. Dann hat die Frau sogar gefragt, ob sie noch ein Foto von mir machen soll, weil ich ja sicherlich viele Fotos von der Landschaft hätte aber wenige mit mir drauf ... das war dann tatsächlich noch eine gute Idee ... sind doch ganz gut geworden, oder? Gut, dass die Frau noch angehalten hat, sonst hätte ich gar keine Beweisfotos, dass ich hier war ;)

Sie ist dann auch wieder weiter gefahren und ich nach einer kurzen Verschnaufpause dann auch ...
Dann bin ich noch an einen See gekommen und habe ebenfalls noch einmal kurz pausiert ...
Hier noch ein Video vom See und vom Sound der Schüssel (Güllepumpe, sag ich doch, aber genau das Richtige für die amerikanischen Highways!!!)
Wieder in den Bergen und jetzt der See von Oben:
Traumhaft, oder?
Zum Tail of the Dragon (eine der berühmtesten, aber auch gefährlichsten Motorradstraßen der Welt) habe ich es leider nicht mehr geschafft. Das ist zu weit von Clemson weg für einen Tagesausflug und ich wollte die Gutmütigkeit meines Motorradverleihers nicht überstrapazieren ;) ... Wer mag kann hier Etwas über diese Strecke nachlesen, vielleicht wird das dann was beim nächsten USA Besuch .. mal schauen! Erwähnenswert an dieser Strecke ist vielleicht, dass sie wohl wirklich ihrem Namen gerecht wird und so auf 11 Meilen ca. 328 Kurven hat ... außerdem stehen mehrere "Tree of Shame" an der Strecke in den gefährlichen Kurven und an Rastplätzen. Ich zitiere: "Tree of Shame: with collection of parts from crashed motorcycles"

Aber wie gesagt, dazu hätte ich müssen da oben irgendwo einmal übernachten, das konnte ich nicht an einem Tag schaffen ... da ich ja auch eher der gemütliche Fahrer bin habe ich mich dann eher ein kurzes Stück auf dem "Blue Ridge Parkway" ausgelassen .... hier könnt ihr mehr darüber lesen und warum man hier auf den Spuren der Waltons wandert (bzw. fährt). Achtung ich zitiere wieder: "Der Blue Ridge Parkway ist die farbenprächtigste und längste Panoramastraße der USA. Sie führt geradewegs durch die Heimat der TV-Serie „Waltons“
Gute Fahrt, John Boy!                                                                        

Wenn Ihr diesen Link anklickt könnt ihr einen schönen Artikel vom Hamburger Abendblatt zum 75. Geburtstag zu diesem Parkway lesen. Außerdem findet sich in der Mitte noch ein schönes Video dazu. 

Schön und farbenprächtig war sie! Das kann man wohl sagen ...
Hier ist wirklich an jeder Ecke eine Kirche ... die Kirche von Jesus Christus, die Kirche der Wahrheit, die Kirche der Baptisten, die Kirche von Gott, ... ich weiß gar nicht wo hier die ganzen Leute wohnen sollen die da rein gehen, hier gibt es fast mehr Kirchen als Häuser ... und ich habe für Euch mal noch einen Friedhof fotografiert: 
Direkt am Highway und keine Grabsteine, das ist hier die häufigste Form von Friedhof und ich habe noch nie so viele künstliche Blumensträuße gesehen ...
Zum Schluss bin ich dann noch in eine Nachbarstadt von Clemson zum Tanken und habe Euch mal noch ein Foto von der Downtown dort gemacht: 
An jeder Straßenlaterne hängt eine Amerika-Flagge, das war hier in fast jedem Örtchen oder Städtchen so ... die sind halt doch noch sehr stolz auf ihr Land. 

So, das war jetzt meine kleine Berichterstattung von meinem Wochenende hier in den Smokey Mountains. Ich hoffe es hat Euch auch etwas gefallen und ich habe Euch ein bisschen neidisch machen können ;) 

Bis demnächst in diesem Kino und schöne Grüße in die Heimat!

Andi!

Sonntag, 10. November 2013

Das war ein Wochenede, das ich niemals vergessen werde!!!

Oh Mann, hier war vielleicht was los am Wochenede, das kann ich Euch sagen! Von den Spuren der Waltons, über Schießübungen, bis zu einer Hippiestadt war Alles dabei!

Wo soll ich anfangen?

Freitag:

Am Freitag konnten wir unsere amerikanischen Kommilitonen wieder etwas in die deutsche Trinkkultur einführen. Ich habe von Deutschland einige Päckchen Ahoi Brause mitgenommen, weil ich im Internet vorher gelesen hatte, dass die Amis das wohl unheimlich gerne mögen und es hier aber gar nicht kennen und es als Geschenk super geeignet wäre. Also, vor der Hausparty haben wir unseren befreundeten Ami-Kommilitonen dann noch gezeigt, wie man Ahoi-Brause-Wodka-Shots trinkt ...
Die waren total begeistert und fanden es schade, dass man die Brause hier nicht kaufen kann. Komisch, sonst haben die alles an Süßzeugs ... dann war noch ein Pokerturnier hier in einem anderen Appartement gleich gegenüber. Da gab es guten Whiskey und Zigarren, da durften wir natürlich nicht fehlen ;) gewonnen hat schließlich ein Ingenieur, wer hätte es gedacht :-D ;) Dann ging es nach dem Pokerturnier noch auf eine Hausparty, aber da war nicht mehr so viel los, weil wir nach dem Pokerturnier erst gegen Mitternacht dort ankamen und bekanntlicherweise gehen hier die Parties ja schon relativ früh zu Ende ...

Aber das war nicht schlimm, denn für Samstag wollten wir nämlich fit sein. Einen der Ami-Mitbewohner der anderen Deutschen haben wir letztens gefragt, ob er uns eine Shooting Ranch empfehlen könnte, wo wir mal am Wochenende hinfahren könnten um mal ein bisschen Schießen zu üben ;) ... ich als alter Parzifist war natürlich direkt mit von der Partie ... aber die Antwort, die wir dann von ihm bekamen hat uns echt erst zum Staunen und dann zum Lachen gebracht ... und es sollte auf keinen Fall das letzte Mal sein, dass der Kerl uns an diesem Wochenende zum Lachen gebracht hat: "Ihr wollt Schießen? Was wollt ihr denn dann auf einer Range? Zum Schießen fahren wir zu mir nach Hause! ... " Ok ... soweit dazu. Er hat uns dann erzählt, dass sein Elternhaus 50 Meilen von Clemson entfernt wäre und er sowieso mal noch einmal bei seinen Eltern vorbei schauen könnte am Wochenede und wenn wir wollten könnten wir mitfahren und hinterm Haus ein bisschen Ballern :-D wie gesagt ... erst zum Staunen, dann zum Lachen ...

Samstag: 

Also haben wir uns wieder ein Auto gemietet und sind ihm und ein paar anderen Ami-Students hinterher gefahren. Kurz vorher ging es dann noch in den Walmart ein bisschen Munition kaufen, damit er nicht noch für uns die Muni bezahlen muss. Der Walmart hat auch reichlich Auswahl ... leider hatte der keine Waffen, aber das wäre wohl erst seit kurzem so ... keine Ahnung warum. 
Nach dem Walmart ging es dann zu unserem Kommilitone nach Hause ... gemütlich und ruhig haben die es da ... 
Vielleicht an der Stelle dann noch etwas zu dem Haus, bzw. zu den Häusern generell die die hier bauen: Eigentlich ist Vieles so, wie ich es schon bei meinem Blog mit dem Haus, das auf dem Bowmanfiled gebaut wurde, geschrieben habe. Hier hatte man jetzt nur den Eindruck, dass das Haus immer um 20% der Wohnfläche erweitert wurde, wenn ein Kind dazu kam :) Die machen halt keine Pläne ... wenn noch ein Kind kommt wird halt angebaut ;) und nicht wie bei uns, dass vorher genau eins, zwei oder drei Kinderschlafzimmer da sind und die müssen dann gefüllt werden. Jeder wie er es mag! ;) Hier wird, wenn man mehr Platz braucht, halt mit ein paar Balken und Gipskartonbauplatten angebaut :) Baugenehmigungen ... da lachen die drüber!! 

Das Haus sah von Außer also eher zusammengeschustert und heruntergekommen aus, dafür war es von Innen umso gemütlicher!! Wirklich, die Decken waren vielleicht ein bisschen niedrig aber wenigstens ein Aspekt, der die Heizkosten etwas senkt ;) Alles einstöckig ... und einen Kamin hatten sie, der schön gemauert war. Ich vermute der Vater unseres Kommilitonen hat hier sehr viel selbst gemacht, sieht aber wirklich gut aus!

Die Mutter hatte extra etwas mehr Chili für uns mitgemacht und wir haben uns dann da erst einmal gestärkt. Außerdem gab es Sandwiches und ein Pumpkin bread, das sehr lecker war! (Hat eher etwas nach Lebkuchen geschmeckt als nach Kürbis, war aber wie gesagt sehr gut!) Frisch gestärkt konnten wir also anfangen, der Vater hatte schon seine ganzen Waffen vom Speicher geholt und geputzt und eingeölt ;) und ist die ganze Zeit mit denen durchs Esszimmer gerannt, als wir am Essen waren, das war schon sehr ungewohnt. Der hat sich wohl auch mal gefreut, dass er seine ganzen Waffen vorführen darf :-D

Er hat dann einige gleich geladen und ist aus der Tür (wir denken an Nix Böses) und nach zwei Schritten ballert der einfach zweimal in der Gegend rum und kommt dann wieder rein: "So Jungs, alles klar, wer hat Bock zu schießen?" 
Und dann gings auch schon los ... angefangen haben wir mit einem kleinen Kaliber, der es mit den Schrotpatronen allerdings ganz schön in sich hatte ... (wir haben auf einen Kürbis geschossen, der hat schon nach einem Schuss nicht mehr gut ausgesehen, das meint man nicht, wenn man sich das Gewehr so anschaut!)
Dann meinte der Vater unseres Kommilitonen allerdings, das wir jetzt für die großen Kaliber runter an sein Grundstück an den Fluss fahren, da er im Moment etwas im Klinsch mit seinem Nachbarn liegt (der 500 m weg wohnt), weil der letzte Woche auf seinen Hund geschossen hat, da der nicht angekettet war und über das Nachbargrundstück gelaufen ist. Deswegen hatten sie sich wohl letzte Woche in den Haaren und da wollte er es nicht provozieren ;) Schon lustig die Typen hier ...


Im Anschluss ist dann wieder eine sehr lustige Szene abgelaufen. Er sagte zu seinem Sohn er sollte ein bestimmtes Gewehr noch hoch holen gehen und dann könnten wir los. Wir haben dann bei den Autos gewartet ... dann kam der Kerl da mit einer Pump-Gun (Vorderschaftrepetierflinte) an, die fast länger war, als er groß ist :-D überzeugt Euch selbst:
Als wir dann alle angefangen haben zu lachen, hat er die nur über die Schulter geworfen und lässig gefragt: "What? (zuckt mit den Achseln) Welcome to the South, Motherfucker!"
... mit seiner Cola in der Hand ;)

Gut, oder? Die sind schon cool drauf, unsere Ami Mitstudenten :-D ... um das vielleicht an dieser Stelle schon einmal vorweg zu nehmen: Wir sind alle noch am leben und unversehrt :-D damit ihr Euch jetzt bei der weiteren Lektüre meines Blogeintrages keine Gedanken mehr machen müsst ;-)

Auf der Ladepritsche des Trucks haben wir dann noch einige ulkige Vogelhäuschen bewundern können, die er wohl selbst baut und am Wochenende auf Flohmärkten verkäuft ...
Wie gefallen sie Euch? Er hat gesagt er sammelt gerne deutsche Kronkorken um die Vogelhäuschen damit zu verziehren ... vielleicht gehen die Vögel ja dann lieber rein ... wir haben Ihm schon ein paar gegeben, von den deutschen Biersorten, die wir letztens hatten ...

Ja und dann sind wir wie gesagt zum Fluss gefahren, wo er ein Grundstück hat und haben vorher noch schnell ein paar Pumpkins (Kürbisse), die noch von Halloween übrig waren auf die Ladepritsche geworfen, als Zielobjekte. Und dann ging es los, jetzt wurde mit den richtigen Kalibern geschossen ...
Ich weiß es nicht genau, aber ich schätze mal 22er Innenkaliber? Hat schon ganz schön ordentlich gewummst und einen Rückstoß gegeben :-D
Sind dann noch etwas weiter in das Grundstück rein und runter an den Fluss, damit wir uns ungestört austoben konnten :)
Zwei solche Straßenschlider findet man dann hier mitten im Wald: 
Unten beim Fluss hatten die es sich richtig schön eingerichtet, da standen zwei Grills, ein Tisch mit mehreren Hockern aus Stämmen zurechtgesägt. Die verbringen hier wohl so manchen Sommerabend als Familienabend ... und wir machen Familienspieleabende :-D ... Er hat uns dann noch erzählt, dass er als Hobby auch ab und zu Schießtrainings gibt. Er konnte uns alles sehr gut erklären und hat uns immer gesagt, wo wir hin schießen und was wir beachten sollen. Er hat schon auf uns acht gegeben ;)
Den Fluß hoch sollten wir schießen, damit wir mal sehen, wie weit das Schrotgeschoss eigentlich streut, auf dem Wasser. Am Ende seht ihr vielleicht eine Flussbiegung? Die ist relativ nah ... er hat dann noch gesagt, dass wir nur aufpassen müssen, wenn Kajak Fahrer kommen ... als wir lachten, hat er uns nur fragend angeguckt: "Was? Ja, das hier ist eine beliebte Stelle für Kajak Fahrer, hier kommen oft welche vorbei!" Ohje ... ich wollte nicht in deren Haut stecken an diesem Nachmittag ;) Es kamen aber zum Glück keine ... ;)

Dann haben wir noch ein paar Zielübungen gemacht mit dem kleinen Gewehr (.22 lfB), indem wir die leeren Patronenhülsen von dem Großen auf verschiedene Äste in einer gewissen Entfernung gesteckt haben und versuchen sollten die runter zu schießen. 
Zum Abschluss durfen wir dann noch einmal alle mit der Großen schießen, was dann ungefähr so ausgesehen hat (mit Nachladen ;)
Dann sind wir noch einmal zurück zu ihrem Haus und haben uns für das leckere Essen und die interessanten Erfahrungen bedankt ... 
Ich muss sagen, ich kann jetzt vielleicht ein bisschen besser verstehen, warum die so auf ihrem Recht beharren, eine (oder mehrere) Waffen besitzen zu dürfen.

Dann ging es mit dem Auto weiter nach Asheville. So sieht es da in den "Souvenirshops" aus:
So viele Hippies auf einmal habe ich noch nie in meinem Leben gesehen, an jeder zweiten Straßenecke hockt einer und trommelt geistesabwesend auf seiner Buschtrommel rum oder spielt Banjo ... 

Hier Ashville am Abend: 
Wir haben dann noch etwas gegessen und uns dann auf den Heimweg gemacht. Nachdem wir kurz vor Clemson noch die Wocheneinkäufe erledigt hatten (da wir ja mal ein Auto hatten) ging es danach dann noch in die Downtown auf ein Bierchen ...

Hier wieder etwas aus der Reihe "merkwürde Produkte aus dem Walmart":
 Oder hier, die Bimbolete von "BIMBO" :  ... muss ich Nix zu sagen, oder?


Uuuuuuuuuuuuuuuuund, was dann am Sonntag passiert ist hat das Alles noch übertroffen, aber ich muss jetzt leider noch etwas lernen für einen Test morgen, der sehr wichtig ist, da ich das Fach an meiner Heimatuni anerkannt bekomme! Ich melde mich dann morgen Abend wieder ... ihr dürft gespannt sein ;) und dann erfahrt ihr auch, warum das Wochenende wirklich unvergesslich für mich war!

Bis dahin, haltet Euch munter!

Beste Grüße
Andi(:


Freitag, 8. November 2013

Das nächste Projekt steht an ...

In FEA haben wir jetzt auch schon unser Abschlussprojekt bekommen. Bzw. den groben Rahmen. Wir durften uns das Projektthema selbst aussuchen. Generell gehen die hier in solchen Fächern viel schneller vorwärst als in Deutschland ... die Studenten müssen auch vielmehr nebenher machen (Übungen, Videos anschauen und Hausaufgaben dazu erledigen). Wir haben gezeigt bekommen, wie man an einer einfachen Struktur Modalanalysen und harmonische Analysen durchführt und haben uns dann entschieden (auf die Idee kamen wir, als wir im Fitnesstudio waren und die anderen Studis Basketball spielen gesehen haben) einen Basketballkorb zu analysieren (max. Belastung, Eigenkreisfreq., und wo tritt die größte Spannung auf? Designiterationen und Abschlussbetrachtung)

Hier der erste Entwurf:
Und das Simulationsergebnis:
Wir haben uns dann doch für die Profivariante entschieden, weil wir bei oben angegebenen Bauteil die Spannungen auch mit sehr großen Radien und Verdickungen nicht in den Griff bekommen haben: 
Ich denke das Projekt wird aber noch spannend. Der Prof. ist ganz gut und kann das auch recht gut erklären. Es ist gerade in diesem Fach interessant einmal die Unterschiede in der Ausbildung von Ingenieuren in Deutschland und USA zu sehen. Möchte Niemandem zu nahe treten aber ganz ehrlich ist in diesem Bereich die Ausbildung um einiges besser! Und die klicken nicht nur rum und erzeugen bunte Bildchen ... über die komplette erste Hälfte des Semesters haben wir das Programm nicht einmal geöffnet, sondern nur Theorie gemacht (Gauss Quadr. ...) und am Ende selbst einen FEM Code geschrieben. Also zusammenfassend, in diesem Bereich werden die Studenten hier in Theorie, als auch in der Praxis wesentlich besser auf den Berufsalltag vorbereitet!  (Ist eines der wenigen Fächer, wie ich zugeben muss :) . Andere Bereiche werden in Deutschland besser vermittelt. 

Andi

Donnerstag, 7. November 2013

Es wird Herbst in Clemson ...

Solangsam wird es auch hier in Clemson Herbst. An einigen wenigen Bäumen fangen die Blätter an, der Schwerkraft nachzugeben ;)
Und so sieht der Baum von oben dann zwei Tage später aus (wir hatten sehr viel Wind):
Wahnsinn, fast keine Blätter mehr dran ... innerhalb von drei Tagen :-P ... und das war mein Mittagessen heute, gut oder? Die haben hier auch eine große Salatbar in der Mensa, meint man gar nicht, ist aber wirklich so! Und schmecken tut's auch noch ;)
Bis demnächst!

Andi

Mittwoch, 6. November 2013

Roboter Projekt:

Hallo Zusammen!

Wird Zeit, dass ich mich noch einmal bei Euch melden und berichte, wie es in Sachen Roboterprojekt aussieht. Ich kann sagen, es gibt kleine Fortschritte. Oder, wie mein Projektpartner am Ende der Stunde sagte: "We were not terrible succesful!" :-D
Also da wir den Roboter ja das letzte Mal komplett gebaut hatten und jetzt eigentlich nur noch programmieren wollten, haben wir den Roboter mit dem Laptop verbunden und unser Programm aufgespielt. Der erste Gehversuch sah dann erst einmal so aus: 
Also noch ein bisschen wacklig auf den Beinen. Der zweite Gehversuch war auch noch nicht gerade perfekt:
Beim dritten Mal ging es dann schon aber unser Roboter hat noch einige schwierigkeiten mit der Reibung auf der Tischplatte ;)
Der vierte Versuch war dann ganz ok, aber wie gesagt auch noch nicht sehr zufriedenstellend für uns. Die Laborstunde war dann leider zu Ende und wir mussten das Labor verlassen. Vielleicht bauen wir ihn nächste Woche noch einmal um. Für eine komplett neue Konstruktion fehlt uns leider die Zeit. Ich finde dafür, dass wir nur zwei Motoren verwendet haben ist es ganz ok. Es ist immerhin ein zweibeiniger (wenn auch hinkender) Roboter ;) wie in der Aufgabenstellung verlangt ...


Bis demnächst und haltet Euch munter!

Andi


Sonntag, 3. November 2013

Heute in der Uni Zeitung ...

Hallo Zusammen!

Falls es Euch interessiert, wie die hier über die NSA Ausspähaffäre denken, hier ein Artikel, der heute in der Uni Zeitung war, die wöchentlich erscheint. Dort schreiben Englisch-Studenten von Zeit zu Zeit Artikel ... das Mädchen, die den Artikel verfasst hat, habe ich letztens auf einer Hausparty getroffen und es war sehr interessant, mit ihr darüber zu sprechen. Sie hat allerdings auch schon ein Semester in Europa studiert und wird nächstes Jahr wieder ein Semester in Deutschland studieren, also sie sieht das Ganze vielleicht schon noch mit etwas anderen Augen als die meisten Studis hier ... (den meisten ist es einfach scheißegal ;) ) aber ich finde es schon interessant und gut, dass sie auch mal die Aufmerksamkeit darauf lenkt. 
Bis demnächst!

Andi

Samstag, 2. November 2013

Halloweeeeee...eeennn ;)

Dieses Wochenende ist echt schlimm mit Hausaufgaben und Projekten. Jetzt muss ich mal eine Stunde Pause machen und mich mal noch einmal bei Euch melden. Ich habe das Gefühl, dass es jetzt die nächsten 2-3 Wochen in den "Endspurt" geht ... dann ist ja die Thanksgiving break und danach sind eigentlich "nur" noch die final exam. Das Gute ist, die final exam zählen hier in den meisten Fächern nur noch 20% für die Note ... ich habe bisher größtenteils B's und in manchen Fächern A's. Also Zweien und Einser. Generell ist die Notenverteilung hier etwas anders:
100 - 90 % --> A (1)           
  89 - 80 % --> B (2)
  79 - 70 % --> C (3)
  69 - 60 % --> D (4)
  59 - 00 % --> F (Fail=6)

Dazu im Vergleich in Deutschland (in den meisten Fächern):

100 - 85 % --> 1
  84 - 70 % --> 2
  69 - 55 % --> 3
  54 - 40 % --> 4
  39 - 00 % --> 6

Also es scheint auf den ersten blick in USA schwieriger eine bessere Note zu bekommen. Allerdings gleicht das sich wieder dadurch aus, dass man es durch dieses verschulte System leichter hat seine Noten zu verbessern. Außerdem gibt es auf manche Hausaufgaben extra Punkte, weil diese freiwillig angefertigt werden können ... soweit zu dem Notensystem. 

Derweil genieße ich an manchen Abenden das gute deutsche Brot, aus dem ALDI :)
Und letztens hatte die Mensa abends sea food Abend! Da gab es ganz viel Sushi, Krabben, Scampi, Garnelen ... war ganz gut!
Dann abends noch in die Downtown ... so sieht der Tillmann aus, während der Bewässerungszeit, unglaublich wie viel Energie die hier in die Rasenpflege stecken ...
Und am nächsten Tag wieder in der Mensa ... gemütlich oder? Das Feuer ist echt!!! Es wird halt nur mit Gas genährt, damit die kein Holz nachlegen müssen ;)
Und dann ist mir noch dieses Exemplar auf dem Heimweg von der Mensa aufgefallen: 
Deutsche Wertarbeit, das ist es, was hier zählt! Schon seit vielen Jahren ... und jetzt fragt Ihr euch sicher: "Und was war jetzt mit Halloween?" Genau ... das war ja auch noch ;) wie ihr ja sicherlich wisst, bin ich in Deutschland auch nicht unbedingt der größte Fastnachts Fan und deswegen hatte ich hier eigentlich auch kein Kostüm und das geht eigentlich nicht, weil hier einfach jeder verkleidet ist ... sogar schon tagsüber im Unterricht ... da trifft man auf den Wegen zwischen den Vorlesungen auf Gorillas, aber auch Jedi Ritter sind wohl echte Evergreens! Auf Hotdogs und auf Cowboys ... aber zu erst einmal haben wir uns im Nachbarappartement getroffen um vorzufeiern. Generell gibt es dann erst einmal alle möglichen Süßigkeiten ... guckt mal hier, mit Karamel und Mandeln umwickelte Äpfel ... 
war ganz gut ...
Dann ging es weiter in das nächste Appartement, wo dann Pre-Party war ... auch hier schon ziemlich viele verkleidet und gute Stimmung!
Dann habt ihr jetzt ja mein Kostüm gesehen, richtig? Ok ... ich hatte mir einfach Sportklamotten angezogen und gesagt, ich sei Schiedsrichter ... ab einer bestimmten Uhrzeit interessiert es eh keinen mehr ... aber was man hier wirklich falsch machen kann, ist sich gar nicht zu verkleiden, denn dann gucken einen alle ziemlich schief an. Dann ging es auch schon in die Downtown und da war ganz schön was los. Jede Bar hat irgendwelche Specials. 
Wie gesagt, Alle sind verkleidet und ... und natürlich ... total besoffen ... das war dann wiederum nicht so doll. Wir haben uns dann relativ schnell in eine kleinere Bar am Ende der Downtown zurück gezogen und das hatte einen entscheidenden Vorteil: Dort gab es gezapftes Franziskaner!!! Wahnsinn ... das war vielleicht eine gute Entscheidung :) 


Um 2 Uhr wird dann in ALLEN Bars und Kneipen das Licht an gemacht und alle werden rausgekehrt ... schlimm ... um 2 Uhr! Dann war die ganze Straße voll und die Leute haben im Regen gestanden ... Hat die ein oder anderen Gemüter auch ein bisschen abgekühlt, weil es sonst wahrscheinlich noch mehr Schlägereien gegeben hätte ... unglaublich, die Amis haben sich einfach nicht unter Kontrolle! Aber ansonsten war es echt super gewesen, weil wir ja mittlerweile schon so viele Leute hier kennen und dann trifft man in der Downtown so viele bekannte Gesichter wieder und man überlegt sich dann immer, dass man die ja schon in sechs Wochen nicht mehr sehen wird ... vielleicht nie wieder! Ich habe wirklich viele Freunde hier gefunden, die ich, so gerne ich in sechs Wochen auch wieder nach Deutschland heimreise, wirklich sehr vermissen werde! Das weiß ich jetzt schon ...


Dann zum Abschluss, um nicht zu sentimental zu werden noch etwas Lustiges:
Das habe ich neulich auf dem Weg zu einer Vorlesung entdeckt:
Das hätte ich ja nie gedacht ... die lassen wohl manche Gullideckel in Indien produzieren!! Ich wüsste mal gerne, welcher BWLer das ausgerechnet hat, dass das günstiger sein soll als die hier zu fertigen! "MADE IN INDIA" ich brech ab. Sonst fertigen die ziemlich viel selbst in ihrem Land, sogar die trivialsten Produkte aber solche Gullideckel werden dann aus Indien importiert unter horenden Transportkosten für die Trümmer! Ich verstehe es manchmal einfach nicht ... na ja ich muss ja auch nicht Alles verstehen!

Eine gute Nacht und einen geruhsamen Sonntag wünsche ich!

Andi(: